Pressemitteilung
Rollator-Nutzung ohne exakte Diagnose und Training birgt Risiken
Expertengespräch anlässlich der OTWorld-Messe
Maisach, 16.06.2026 – Katharina Bergschneider und Dr. Michael Lorrain erläutern anlässlich der OTWorld Messe in Leipzig, warum für die Nutzung eines Rollators eine exakte Diagnose und Training so wichtig sind.
Moderne Rollatoren bieten älteren und bewegungseingeschränkten Menschen heute deutlich bessere Unterstützung als früher. Doch der unüberlegte Einsatz birgt Gefahren. Experten fordern daher eine präzise medizinische Indikation und ein intensiveres therapeutisches Training für die Betroffenen.
Gehhilfen haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Während früher schwere Modelle aus Stahl die Bewegung insbesondere bei neurologischen Gangstörungen erschwerten, ermöglichen neue Materialien und spezifische Funktionen heute eine gezielte Hilfe im Alltag. Das erklärten die Physiotherapeutin Katharina Bergschneider und der Neurologe Dr. Michael Lorrain in einem Expertengespräch anlässlich der OTWorld-Messe in Leipzig.
Sicherheit durch korrekte Anwendung
Die Anschaffung eines Rollators wird häufig von Ärztinnen und Ärzten empfohlen. Sein Einsatz kann therapeutisch sehr sinnvoll sein und Betroffenen dabei helfen, ihre Selbstständigkeit sowie ihre körperliche und psychische Gesundheit langfristig zu erhalten. Richtig eingesetzt, trägt ein Rollator maßgeblich zu mehr Sicherheit, Wohlbefinden und Lebensqualität im Alltag bei.
Strukturelle Defizite beim Training bemängelt
Lorrain zufolge ist der falsche Umgang mit den Geräten ein großes Problem im Alltag. Die richtige Nutzung einer Gehhilfe ist kein automatisierter Bewegungsablauf, sondern muss erlernt und trainiert werden. Hier gebe es jedoch strukturelle Mängel in der Versorgung. Nach der ärztlichen Verordnung ist nicht garantiert, dass Sanitätshäuser oder Physiotherapien intensiv genug mit den Patienten üben.
Design und Leichtigkeit
Neben der medizinischen Indikation spielen laut den Experten auch die Beschaffenheit und das Design des Hilfsmittels eine entscheidende Rolle für den Therapieerfolg.
Ein ansprechendes Design erhöht die Akzeptanz bei den Betroffenen deutlich. Ein schicker, dynamischer Rollator wird tatsächlich benutzt und versauert nicht ungenutzt in der Wohnung. Zudem sind leichte Modelle mit weniger als 5 kg Gewicht ideal für die Frühphase neurologischer Erkrankungen oder für Reisen. Das geringe Gewicht fungiert dabei als echter Autarkiefaktor: Es ermöglicht Menschen mit akutem Muskelkraftverlust, das Gerät im Alltag, etwa an Stufen, eigenständig anzuheben und somit unabhängig zu bleiben.
Hinweis für die Redaktion:
Diese Meldung basiert auf einem Expertengespräch zwischen der Physiotherapeutin Katharina Bergschneider und dem Neurologen Dr. Michael Lorrain, den zitierfähigen Wortlaut finden Sie hier.
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Pressekontakt
Katrin Wich
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